7. Organisation und Rahmenbedingungen


Berufsschulsozialarbeit ist ein eigenständiges Angebot, das sich am Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII/KJHG) fachlich ausrichtet. Deshalb soll die Fachaufsicht bei der Jugendhilfe liegen.

Berufsschulsozialarbeit sollte in gemischtgeschlechtlichen Teams von Dipl. SozialpädagogInnen in Vollzeitstellen ausgeführt werden. Bei Übernahme besonderer Aufgaben (z.B. Schulen mit einem hohen Anteil an SchülerInnen ohne Ausbildungsplatz, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung) ist selbstverständlich ein deutlich höherer Stellenschlüssel anzulegen.

Teamarbeit und fachlicher Austausch sind wesentlicher Bestandteil von Schulsozialarbeit. Eine Aufteilung der Einsatzorte ist nach Möglichkeit zu vermeiden.

Personelle Kontinuität ist anzustreben, die Einrichtung von Planstellen erforderlich. Dadurch darf die Einrichtung von Projektstellen (Modellarbeit) nicht ausgeschlossen werden. Modelle ohne längerfristige Perspektiven sind jedoch nicht sinnvoll.

Für die Berufsschulsozialarbeit sind regional abgestimmte, auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der jeweiligen Berufsschule zugeschnittene Konzeptionen anzuwenden. Diese Konzeptionen werden von den SozialpädagogInnen aktualisiert und fortgeschrieben.

Die Berufsschulsozialpädagogen müssen in der Schule ein geeignetes Büro erhalten, das für Schüler und Lehrer gut zugänglich ist. Ein Raum für Gruppenarbeit sollte verfügbar sein. Die Benutzung schuleigener Hilfsmittel (Kopiergeräte usw.) muss geregelt sein. Die Ausstattung der Büros mit eigenem Telefonanschluss, PC und Internetanschluss entspricht heutigen Standards.

Den BerufschulsozialpädagogInnen soll die Möglichkeit gegeben werden, an Supervision sowie Aus- und Fortbildungen teilzunehmen.

Die BerufsschulsozialpädagogInnen benötigen einen eigenen Etat, um Veranstaltungen, Seminare usw. unabhängig und kurzfristig durchführen zu können. Im Haushalt sollte auch die Finanzierung für Praktikumsstellen und gegebenenfalls Honorarkräfte vorgesehen sein.

Wegen der besonderen Bedeutung und Verantwortung sollte die Eingruppierung von BerufsschulsozialpädagogInnen in S 15, beziehungsweise in Anlehnung an diese Eingruppierung vorgenommen werden.