3. Gesetzliche Grundlagen


Grundlage für eine kompetente Berufsschulsozialarbeit ist für die Jugendhilfe das Sozialgesetzbuch SGB III und SGB VIII und das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).

Im § 13 SGB VIII (KJHG) ist die Berufsvorbereitung und die Jugendberufshilfe als Leistungsangebot begründet (s. Anlage 1).

Der § 81 Nr. 1 SGB VIII (KJHG) verpflichtet die Jugendhilfe mit der Schule zusammenzuarbeiten - nicht im Sinne einer Bringschuld und als Dienstleistungsangebot für die Schule, sondern als gleichberechtigter Partner mit eigenem Selbstverständnis und fachlicher Kompetenz.

Dies dient der Verwirklichung der Zielvorstellungen im § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 4 SGB VIII über rein sozialpädagogische Aufgaben hinaus alle Anstrengungen und Möglichkeiten zu unternehmen, um das Entstehen sozialer und individueller Benachteiligungen zu vermeiden und kinder- und familienfreundliche Lebenswelten zu schaffen und zu erhalten (s. Anlage 1).

Der lebensweltbezogene Ansatz - wie er im achten Jugendbericht der Bundesregierung konzipiert wurde (BMJFFG, Achter Jugendbericht, 1990, s. Anlage 2) - bildet damit den Handlungsrahmen für eine örtliche Angebotsstruktur, die auf das Recht eines jeden jungen Menschen "auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit" (§ 1 Abs.1 SGB VIII) abzielen muss.

Die Präventions-, Integrations- und Partizipationsperspektiven prägen das fachliche Angebot der Jugendhilfe (s. Anlage 2).

Im § 31 des Bayer. Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes (BayEUG) wird die Zusammenarbeit mit Jugendämtern und Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung geregelt (s. Anlage 3).

Ergänzt werden die gesetzlichen Grundlagen durch die Richtlinien über die Koordination der Zusammenarbeit und über regelmäßige gemeinsame Besprechungen zwischen Jugendämtern und Schulen (s. Anlage 4).